12.01.2014

Wochenrückblick 02/14 | Pulloverliebe

Hallo meine lieben Schneeflöckchen ... gut, diese Anrede sollte ich mir wohl schätzungsweise  für April sparen, wenn dann möglicherweise tatsächlich mal Schnee liegt. Sei's drum.


Gut, dass Blogger Fotos mit einem Klick größer macht. Versucht's mal!
Gestern dachte ich mir, dass es an der Zeit wäre, das Stativ und den Fernauslöser zu testen, die mir der Weihnachtsmann netterweise unter den Baum legte. Nun, was das Stativ anbelangt, war alles wunderbar. Jedoch ist der Fernauslöser leider nicht mit meiner Kamera kompatibel, wie ich einige Stunden des Handbuch-Blätterns später fertstellte. Ärgerlich. Ich versuchte dennoch, meiner ursprünglichen Intention nachzugehen und meinen fabelhaften Lieblingspullover abzulichten, den ich mir selbst zu Weihnachten schenkte. 
Es handelt sich hierbei um diesen wunderbar kuscheligen Strickpullover von mint&berry. Er ist angenehm locker Oversize und trägt sich meiner Meinung nach am besten über den klassischen H&M-Jersey-Minis und Leggings (Anmerkung: da ich allerdings seit Jahren keine Hosen jenseits der Jogging-Variante anhatte, kann ich da aber auch nicht viel Gegenteiliges berichten).



Leider machten mir das fehlende Tageslicht und der nun doch nicht verfügbare Fernauslöser die Sache nicht gerade einfach. Mal ganz abgesehen davon, dass ich seit längerem keine Selbstportraits jenseits der Smartphone-Kamera mehr gemacht habe. Ich sehe da noch viel Verbesserungspotential und verspreche hoch und heilig, dass ich daran arbeite, Bilder zu machen, auf denen man die entsprechenden Kleidungsstücke auch tatsächlich sieht. Idealerweise bei Tageslicht. Also, falls das überhaupt jemanden interessiert.


Und sonst so? Zum Wochenrückblick.


* Die Weihnachtsgeschenke, die ich mir von der Familie nachschicken ließ, kamen bei mir an - das Auspacken war ein wenig wie ein zweites Fest - ich habe 2013 so viele wunderbare Sachen bekommen.

* Im Zuge dessen war ich schwer damit beschäftigt, glückselig auf dem Mini-E-Piano zu klimpern, das mir mein Freund am 24. überreichte. Nachdem ich nun 2,5 Jahre von meinem Klavier getrennt bin, macht mich diese Möglichkeit überglücklich. 49 Tasten!

* So einige Zeit habe ich auch damit verbracht, mich über meinen Laptop zu ärgern, auf dem ich inzwischen mehrere, für mich wichtige Programme nicht mehr installieren kann. Der darf noch nicht in den Ruhestand, er muss noch eine Weile aushalten.

* In meinem Russisch-Kurs lernte ich diese Woche, wie ich ausdrücken kann, dass meine Französisch-Kenntnisse miserabel sind. Nützlich!

* Gelesen: 
An dieser Stelle werden sich in nächster Zeit wohl vermehrt ältere Werke finden, da ich meinen Kindle aktuell mit vielen kostenlosen E-Books gefüllt habe, die meist um 1900 angesiedelt sind. Weil ich unter anderem Literaturwissenschaft studiere, ist das auch in dieser Hinsicht ganz nützlich.

Alfred Henschke - Deutsche Literaturgeschichte in einer Stunde. Von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart. (1922) - Oder auch: Das vielleicht schwülstigste Buch über Literatur in diesem Sonnensystem. Ich habe mich stellenweise arg damit gequält, dass die Beschreibungen so krampfhaft verkünstelt sind, da jemand hier offenbar unbedingt sein eigenes Schriftstellertum raushängen lassen musste. Dennoch ist gerade dieser Pathos - wohl entgegen seiner Intention - stellenweise ungemein unterhaltsam.

Lew Tolstoi - Die Kreutzersonate. (1890) - Oder auch: Die Gesellschaft ist verkommen und nur die Keuschheit kann uns retten. Trotz unübersehbar geschwungener Moralkeule sehr angenehm zu lesende, interessante Erzählung über den Mord eines latent aufbrausenden Mannes an seiner Frau - nur beim Nachwort hat's mich dann doch gegruselt.

* Gehört: 


1
2
3
4
5
5
7
8
9
10
LastFM, super Sache. Wer hier irgendeinen Zusammenhang zwischen den Interpreten findet, bekommt von mir einen virtuellen Keks.



Ich wünsche euche einen guten Start in die neue Woche!

09.01.2014

FOOD | Berlin: Viele gute Dinge.

Wie im letzten Wochenrückblick bereits angedeutet, war ich in der einen Woche Berlin so oft auswärts Essen wie sonst vielleicht in einem halben Jahr. Dabei habe viele tolle Lokale entdeckt - meine Favoriten will ich euch hier kurz vorstellen, vielleicht schaut der ein oder andere von euch ja mal vorbei.


Burgersteig

Falkensteinstraße 43 - 10997 Berlin



Was mir bei meinen kulinarischen Streifzügen als Erstes ins Auge fiel, war die Vielfalt an vegetarischen Angeboten. Jeder noch so kleine Burgerladen in Berlin scheint Tofu-Alternativen anzubieten, was mir sehr entgegen kommt. Meinen Favoriten fand ich im Burgersteig. Dort gibt es, nebst Tofu- und Gemüse-, auch ausgesprochen gute Halloumiburger. Meine Begleiter, die Tofu- und Cheeseburger mampften, waren ebenso begeistert von ihrem Futter. Einen Blick auf die Speisekarte könnt ihr hier werfen. Wie so ungefähr alle Kreuzberger Läden sind auch die Räumlichkeiten des Burgersteigs nicht besonders großzügig und was die Sitzplätze angeht, kann es schon mal knapp werden, aber der Laden ist charmant gestaltet. Bestellt wird vorn und nach dem Bezahlen gibt's Bürgerbürolike eine Nummer in die Hand gedrückt, unter der man nach kurzer Zeit aufgerufen wird, um seinen frisch zubereiteten, leckeren Burger in Empfang zu nehmen. Guten Appetit!

Weitere Infos und Bilder gibt's hier: www.burgersteig-berlin.de


Mikoto

Bergmannstraße 89 - 10961 Berlin



Vegetarisches Sushi wollte ich ja schon lange mal probieren - endlich ergab sich die Gelegenheit dazu! 
Wir besuchten das vietnamesische Sushi-Lokal Mikoto in der Bergmannstraße - offenbar gibt es noch zwei weitere Filialen in Berlin - und herrje, was hatte ich für Entscheidungsschwierigkeiten. Letzten Endes entschied ich mich für panierte Röllchen mit Avocado, eigelegtem Rettich und Frischkäse für 4,50 Euro - die Mini Veggie Rolls kann ich nur empfehlen, davon gibt es vier Varianten zur Auswahl. Die prall gefüllte Speisekarte findet ihr hier. Außerdem gab's zur Happy Hour einen Cocktail namens Tokyos Kirschblüte, der kaum nach Alkohol, aber irgendwie seltsam angenehm nach Hubba Bubba-Kirschkaugummi schmeckte. Ich war vom Sushi überaus positiv überrascht und hätte glatt noch mehr bestellt, wären wir nicht am Neujahrstag dort gewesen und die Küche offenbar mehr als überlastet. Mir wurde von befreundeten Stammgästen allerdings versichert, dass die Wartezeiten für gewöhnlich eher recht kurz sind. Wenn ich das nächste Mal in Berlin bin, statte ich diesem Restaurant aber auf jeden Fall noch einen Besuch ab.

Weitere Infos und Bilder gibt's hier: www.sushi-mikoto.de


Chez Dang

Friedelstraße 31 - 12047 Berlin



Ein Spontanbesuch, der mit einem fabelhaften Essen endete. Auch hier hatte ich arge Probleme, ein Gericht auszuwählen, wenngleich die Speisekarte nicht so lang war. Ich bestellte ein Tofugericht mit dem Namen Veggi Love und hätte nicht gedacht, dass ein bisschen Reis mit frittiertem Tofu und Soße so gut schmecken kann. Die Speisekarte kann man sich hier anschauen. Das Essen hier war von meinen, sonst eher ziemlich günstigen Lokalbesuchen am "teuersten", aber die 7,20 Euro absolut wert. 

Weitere Infos und Bilder gibt's hier: www.chez-dang.com


Shakespeare & Sons

Raumerstraße 36 - 10437 Berlin





Kein Restaurant, aber mein absoluter Favorit. In den kleinen, kuscheligen, englischen Buchladen Shakespeare & Sons mit seiner antiquarisch anmutenden Einrichtung habe ich mich sofort verliebt. Hier gibt es aber nicht nur Bücher, sondern auch Kaffee, Bagel, Brownies und hervorragende vegane Schokokekse, die ungefähr vier mal so dick sind, wie die von Subway. Die Atmosphäre ist großartig, man kann neue und gebrauchte englischsprachige Bücher kaufen oder einfach in ihnen schmökern, der Ladenbesitzer hat die Regale mit persönlichen Empfehlungen gespickt, ist freundlich und mit Herzblut dabei. Ein wundervoller Ort. Übrigens gibt es einen solchen Buchladen auch in Prag.


Weitere Infos gibt's hier: www.shakesbooks.de


05.01.2014

Wochenrückblick 01/14 | Berlin

Ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen. Nachdem ich in den letzten zwei Wochen quasi auf Deutschlandtour war, tat es mehr als gut, heute einfach einen ruhigen Tag im Bett zu verbringen. Und weil ich Wochenrückblicke immer so gern lese, habe ich mir vorgenommen, dieses Jahr die Ereignisse jeder Woche kurz zusammenzufassen.


***


* Mein aufgeschobenes Vorhaben aus den Semesterferien verwirklicht und eine Freundin in Berlin besucht.

* Direkt vor der Abreise eine Kontaktlinse verloren. Unschöner Moment, denn ohne Linsen bin ich quasi blind. Glücklicherweise gelang es meinem Vater, kurzfristig Ersatz zu organisieren. An dieser Stelle lieben Dank an die Optikerin, die mir die Woche gerettet hat.

* Montags bei freiem Eintritt die KunstHalle der Deutschen Bank besucht. Spannende Räumlichkeit und interessante Ausstellung.

* Kein Geld ins Shopping, dafür aber ins Essen gehen investiert. Fabelhafte Lokalitäten entdeckt - dazu bald mehr!
.
* Silvester mit einem echten „Berliner Frühstück" begonnen, den Abend im kleinen Kreis bei einer anderen Freundin in Neukölln mit verbracht und das Feuerwerk von einer Brücke aus bestaunt.

* Zum ersten Mal vegetarisches Sushi gegessen und für gut befunden.

* Die Dalí-Ausstellung besucht und ein wenig enttäuscht gewesen. Viele weniger bekannte Bilder, aber kein einziges Ölgemälde. Für 11 Euro Regelpreis/9 Euro Ermäßigt war's ein bisschen wenig.

* Durch Kreuzberg und den Viktoria-Park spaziert und festgestellt, dass Stuttgart sowas fehlt.

* Morgens um vier überteuerte Pizza bestellt und die endlos langen Öffnungszeiten der Supermärkte sowie den beschränkungsfreien Verkauf von Alkohol ausgenutzt - wer aus BaWü kommt, kennt die 22 Uhr-Schranke.

* Freitags im Last Cathedral gewesen. Puh, kitschig dort. Außerdem die Freitagsparty im K17 besucht. Nun ja, man war mal da.

* Eines Abends angefangen Hemlock Grove zu schauen. Inzwischen bin ich, dem faulen Sonntag sei Dank, fast mit der ersten Staffel durch. Seltsame Serie.

 * Samstags mit dem wahnsinnig bequemen Auto der Mitfahrgelegenheit den sechsstündigen Rückweg angetreten. Erschöpft angekommen und beim Film schauen eingeschlafen.